Guwahati, Sivasagar & Majuli

“Ich habe mal wieder viel mehr erlebt, als ich jemals aufschreiben kann!” – So beginne ich fast jeden Tagebucheintrag und nun auch diesen Blogbeitrag. Zur Unterstützung habe ich wieder einige Fotos hochgeladen, aber natürlich lässt sich auch damit nicht alles einfangen.
Inzwischen bin ich ganze zwölf Wochen in Indien und in den vergangenen Wochen seit meinem Ahmedabad-Trip habe ich mich gut in Guwahati eingelebt.
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“Once again, I experienced much more than I could ever write down!” – In that way I start nearly every dairy entry and now also this blog entry. For some support, I uploaded a few more photos but of course, they also can only cover a little bit.
I’ve been in India for entire twelve weeks now and in the last weeks after my Ahmedabad trip, I started to feel kind of home in Guwahati.

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Die Stadt hat zwar knapp eine Million Einwohner – so groß kommt sie mir allerdings nicht vor. Jedoch muss ich zugeben, dass ich mich zwar inzwischen ziemlich gut zwischen meinem Wohnort und der Innenstadt rund um “Pan Bazar” und “Fancy Bazar” auskenne, aber darüber hinaus recht wenig Orientierung habe.

Ich wohne in einer ruhigen Sackgasse in einem Wohngebiet im Stadtteil Chenikuthi (wer es genau wissen möchte, sieht es sich auf Google Maps an: Link zu Google Maps). In dem Gebäude befindet sich das Büro von CEE North East im ersten Stock und es wohnt hier unter anderem mein Chef Simanta Kalita mit seiner Familie. CEE stellt mir ein Zimmer im zweiten Stock zur Verfügung, nebenan befindet sich noch ein Meeting-Raum. Zum Kochen benutze ich die Küche im Office, die außer von mir lediglich von den Mitarbeitern als Teeküche bzw. fürs Mittagessen genutzt wird. Ich fühle mich hier richtig wohl: Mein Zimmer ist mit drei Fenstern sehr hell und von dem Balkon vor der Tür kann ich zum Tempel auf den grünen Navagraha Hügeln hinaufblicken. Damit, dass es fließend Wasser nur ein bis zwei Mal am Tag gibt, habe ich mich schnell abgefunden – es stehen große Wassereimer bereit, um für die Zwischenzeit einen Vorrat zu speichern. Und inzwischen läuft sogar das WLAN recht stabil, abgesehen von regelmäßigen meist kürzeren, manchmal längeren Stromausfällen.

Für den täglichen Bedarf bekomme ich alles in kleinen Läden und Straßenständen um die Ecke, auf dem Weg zum etwa fünf Gehminuten entfernten ‘Silpukhuri Bus Stop’, der sich an der nächsten größeren Straße befindet und von wo aus Busse in die Innenstadt fahren. Inzwischen kenne ich die meisten lokalen Namen für die Gemüse- und Obstsorten und habe eine Vorstellung von angemessenen Preisen, komme mir aber immer noch etwas dämlich vor, wenn ich zwar auf Assamesisch bestellen kann, aber die Antworten nicht verstehen.

Ich arbeite zusammen mit etwa 15 Mitarbeitern in CEEs Regionalbüro für Nordostindien, ein Großteil der Kollegen ist allerdings täglich im ‘field’ unterwegs, d.h. vor allem zu Besuch bei Schulen in der Region. Eine meiner Aufgaben ist das Redigieren von Artikeln für einen regelmäßigen E-Mail-Newsletter des National Green Corps (NGC)-Programms. NGC ist eine Initiative des indischen Ministeriums für Umwelt, Wald und Klimawandel, um Öko-Clubs an Schulen zu gründen, in denen Schüler sich freiwillig für Umwelt und Naturschutz einsetzen. CEE ist als ‘Resource Agency’ für die NGC-Aktivitäten in 15 Staaten und 2 Union Territories zuständig, sodass für den Newsletter Berichte über Öko-Club-Aktionen aus ganz Nordindien bei mir landen. Für diesen und einen weiteren Newsletter habe ich außerdem neue Layouts entworfen. Ansonsten bin ich immernoch dabei, mir einen Überblick zu verschaffen, welche Projekte aktuell laufen, wie sie ablaufen, wer wofür zuständig ist und an welchen Stellen ich mitwirken kann.

Das größte Projekt ist das DHaAL-Projekt (Daily Handwashing for an Ailment-free Life), welches Sensibilisierung für WASH (Water, Sanitation & Hygiene)-Themen an Schulen zum Ziel hat und entsprechende Sanitäreinrichtungen bereitstellt, um für die Schüler ein sauberes Lernumfeld zu schaffen. Insbesondere wird eine Möglichkeit zum gründlichen Händewaschen mit Seife an sog. ‘GHS’ (Group Handwashing Stations) vor dem von der Schule gestellten Mittagessen eingerichtet. Dies ist besonders wichtig, da die Mahlzeiten üblicherweise mit den Fingern ohne Besteck verzehrt werden.

Vorletzte Woche hatte ich die Möglichkeit, dieses Projekt noch ein Mal genauer kennen zu lernen und zum ersten Mal Schulen des DHaAL-Projekts zu besuchen. Und zwar waren Mitarbeiter von UNICEF Bihar, CEE North und CEEVaishali (Bihar), die ebenfalls WASH-Projekte an Schulen initiieren, für ein zweitätiges Training in Guwahati, bei dem CEE NE das DHaAL-Projekt umfassend präsentiert hat: Neben dem Besuch von zwei Schulen gab es Präsentationen und Gruppendiskussionen zu Planung, Durchführung, Dokumentation und Auswertung des Projekts sowie über Strategien zur Partizipation aller Beteiligter an den Schulen (Lehrer, Eltern, Schülervertretung usw.) und zur Konfliktbewältigung.
Auch wenn das Seminar größtenteils auf Hindi abgehalten wurde, habe ich doch recht viel davon mitnehmen können. Schließlich war ich bei einigen Präsentationen bei der Vorbereitung oder als Testhörer (dann auf Englisch) beteiligt. So habe ich letzte Woche auch erste Aufgaben für das DHaAL-Projekt übernehmen können – im Wesentlichen das Verfassen eines Berichts über das Trainingsprogramm sowie einer Projektbeschreibung für die CEE-Webseite.

Insgesamt habe ich das Gefühl, dass ich in den letzten zwei bis drei Wochen immer besser ins CEE-Team eingebunden bin – sowohl was die neuen Aufgaben betrifft, als auch auf persönlicher Ebene. Unter anderem liegt das vielleicht daran, dass ich inzwischen die Schriftzeichen der assamesischen Sprache soweit beherrsche, dass ich mit dem Vokabellernen angefangen habe und jeden Tag einen anderen Kollegen ausquetsche, wie man denn dieses und jenes ausspricht, was der Unterschied zwischen “kali” und “khali” ist (den meine Ohren einfach nicht hören wollen) oder wann man “kot” und wann “jot” benutzt, was beides “wo” bedeutet. Assamesisch ist hier eigentlich überall Alltagssprache und wird auch im Office deutlich häufiger gesprochen wird als Englisch– Hindi höre ich hier eigentlich nie. Die Sprache lerne ich im Selbststudium bzw. auf die beschriebene Art und Weise unter Zuhilfenahme dreier Bücher, die ich von meinen Vorgängern geerbt habe und nun nach eigenem Ermessen quer lese.
Ansonsten habe ich letzte Woche angefangen, meine Kollegin Rajashri in den Grundlagen der HTML-Sprache zum Webdesignen zu unterrichten. Sie ist übrigens gerade gegenüber im Mädchen-Hostel eingezogen, sodass wir jetzt Nachbarn sind. Zum Einstand haben wir zusammen mit Mitali, die eine Etage über mir wohnt und auch bei CEE arbeitet, ein Abendessen in der Office-Küche gekocht – besser gesagt haben die Mädchen darauf bestanden, mich zu bekochen, was ich allerdings nur unter der Auflage akzeptiert habe, wenigsten zusehen zu dürfen – schließlich bin ich ständig dabei, neue Rezepte zu sammeln und möglichst etwas über die regionale Küche zu lernen.

Diese Woche bin ich auf einer kleinen Reise, etwa 100km westlich im auf der anderen Seite des Brahmaputra gelegene Barpeta – meine Kollegen Mitali und Kuldeep haben mich eingeladen, in ihrer Heimatstadt Diwali zu feiern.

Noch einmal zurück zu meinem ersten Besuch in den Projektschulen: An beiden Schulen sind die Eltern und die Dorfgemeinschaft in das DHaAL-Projekt einbezogen und helfen mit, die Sanitäreinrichtungen, die Schulküche usw. in gutem Zustand zu erhalten. Wir haben in beiden Schulen die Mitglieder der “Mothers’ Group”, des “School Management Committee” sowie Dorfälteste kennen gelernt, die im Projekt Schlüsselrollen einnehmen, um die Hygienemaßnahmen, die die Kinder in der Schule lernen, auch im Dorf zu implementieren.
Die Dorfgemeinschaft hat uns in beiden Fällen auf ihre jeweilige Art traditionell willkommen geheißen. So wurde uns Besuchern in der Parakuchi Senior Basic School jeweils ein ‘Gamosa’ überreicht. Dieses weiße handtuchähnliche gewebte Tuch mit roter Bordüre hat hohen traditionellen Wert in Assam und neben vielfältigen weiteren Einsatzmöglichkeiten wie z.B. als Kopfbedeckung u.A.bei bestimmten Tänzen wird es Ehrengästen zur Begrüßung geschenkt.
In der Schule haben wir dann unter anderem dabei zusehen können, wie Schülervertreter während der Morgenversammlung die Sauberkeit der Schuleinrichtung sowie ihrer Mitschüler (saubere Kleidung, geschnittene Fingernägel, geputzte Zähne) überprüften.

Bei der Jimputa Lower Primary School wurden wir schon am Ortseingang von der Dorfgemeinschaft begrüßt, die eine Prozession mit Musik und ‘Bogejari’-Tanz zum Schulgelände veranstaltet haben. Dort wurden uns ‘Kangbangs’ überreicht, die eine ähnliche Bedeutung wie Gamosas haben, und anschließend Tänze vorgeführt. Wir waren überrascht, dass unsere Delegation so feierlich begrüßt wurde – das ist natürlich an normalen Arbeitstagen im ‘field’ nicht üblich. Ungeschlagenes Highlight war aber dennoch das Händewaschen vor dem Mittagessen an einer DHaAL GHS – das war auch der eigentliche Zweck unseres Besuches an dieser Schule. Stolz haben uns die Schulkinder präsentiert, wie man sich die Hände mit Seife gründlich wäscht, und wurden von den Besuchern vielfach fotografiert.
Irgendjemand kam schließlich auf die Idee, ein Gruppenfoto aufzunehmen, was in einer längeren Fotosession endete. Insgesamt zwei Stunden hinter unserem Zeitplan haben wir dann das Dorf verlassen und ein spätes Mittagessen auf einem Picknickplatz amnahe gelegenen Chandubi-See genossen.

Auch außerhalb meiner Arbeitszeiten erlebe ich viel und habe bereits einige Bekanntschaften abseits von CEE geschlossen:

Zunächst möchte ich meine Sport-Gruppe erwähnen. Es gibt in Assam eine recht aktive Parkour-Community, die auch in Guwahati vertreten ist. Wie aus Deutschland gewohnt, trifft man sich auch hier mehr oder weniger spontan in einer bunt gemischten Gruppe (Alter etwa 16 bis 26) an einem geeigneten Spot. Lediglich die Uhrzeit ist für mich etwas ungewohnt: Meist geht es morgens um 6 Uhr los. Dann ist das Wetter einfach am besten für Sport geeignet, da es noch etwas kühl ist und die Sonne noch tief am Himmel steht. Zu dieser Zeit versammeln sich viele Menschen in den Grünflächen der Stadt, um alleine oder in kleinen oder größeren Gruppen alle möglichen Arten von Frühsport zu betreiben– hauptsächlich Joggen, Kraft- und Fitnessübungen, Yoga und Meditation. Auch wir treffen uns meisten in einem der Parks, der sich als Treffpunkt etabliert hat.
Mit dem Klima komme ich im Allgemeinen gut zurecht, doch beim Training macht mir – trotz der Morgenfrische – vor allem die Luftfeuchtigkeit zu schaffen und nach Kürze bin ich komplett durchgeschwitzt. Meine feuchten Hände finden dann an den ohnehin wenig griffigen gefliesten Mauern nur noch wenig Halt. Das sind Hindernisse, mit denen ich bisher nicht konfrontiert war, und ich nehme es als sportliche Herausforderung. Wer sich für die Aktivitäten der Parkour-Community in Assam interessiert, kann gerne auf dem YouTube-Kanal von Assam Parkour vorbeischauen. Bei Parkour Kiel sind einige Videoschnipsel von mit zu finden, die einen kleinen Eindruck vom hiesigen Training bieten.

Mehr oder weniger zufällig habe ich Kishur kennen gelernt, einen Elektro-Ingenieur, der in der Nachbarschaft lebt. Wir haben uns dann fast täglich abends auf einen Tee, der hier nicht ‘Chai’ sondern auf Assamese ‘Sa’ genannt wird, und ein paar Jilebi getroffen – ein frittiertes und anschließend in Zuckersirup gebadetes Süßgebäck. So haben wir uns angefreundet und inzwischen viel Zeit miteinander verbracht. Wir kochen öfter gemeinsam und ich habe von ihm gelernt, wie man einige der lokalen Gemüsesorten verwendet, und im Gegenzug habe ich meinerseits ‘echt deutschen’ Kartoffelsalat zubereitet. Zusammen haben wir unter anderem Peacock Island, eine kleine Flussinsel im Brahmaputra in Guwahati, besucht – ein wirklich schöner Ort, um im Schatten auf von Wasser umspülten Felsen zu sitzen und die Auszeit vom Trubel der Stadt und den Ausblick auf den mächtigen Strom zu genießen.

Mit Kishur war ich auch schon auf Reisen: Über die Durga Puja-Feiertage sind wir nach Sivasagar gefahren. Die Stadt liegt etwa 500km östlich von hier in Upper Assam – mit dem Nachtzug etwa 12 Stunden Fahrt, wobei das die langsamere Verbindung war. Der ganze vier Stunden schnellere Zug war wegen der Feiertage bereits ausgebucht. Sivasagar (bzw. ehemals Sibsagar) war für zwei Jahrhunderte die Hauptstadt und Sitz der Könige Assams. Dementsprechend gibt es viele alte Gebäude und Ruinen aus dem 17. und 18. Jahrhundert zu besichtigen. Dazu gehören unter anderem drei neben einander liegende Tempel im Stadtzentrum –unter ihnen einer der größten Shiva-Tempel Indiens–, zwei Paläste (Ahom Raja’s Palace und Kareng Ghar), eine Reihe königlicher und adliger Grabhügel (‘Maidam’) und ein Pavillon, von dem aus der Adel diverse Wettkämpfe beobachten konnte, sowie zwei große künstlich angelegte Seen. Udoy, der Mitbewohner von Kishur, kommt aus Sivasagar und hat uns zusammen mit einigen Freunden die Stadt und die Umgebung gezeigt, für die erste Nacht ein Hotel organisiert und uns für die weiteren Nächte bei seinem Freund Debajeet einquartiert. Für die Reise haben sich spontan zwei deutsche Mädchen, Verena und Julia, angeschlossen, die genau wie ich einen weltwärts-Freiwilligendienst machen. Sie arbeiten an einer Don Bosco-Schule im Udalguri District, etwa 2-3 Zug- oder Busstunden (ca. 80 km) von Guwahati entfernt. So waren wir in Sivasagar immer in einer bunten Truppe von etwa 8 Leuten unterwegs und es gab viel zu lachen und zu erzählen. Verena und Julia kommen aus Kempten ganz im Süden Deutschlands, sodass wir immer, wenn jemand nach unseren Heimatstädten fragte, erklärt haben, dass wir innerhalb Deutschlands nicht weiter voneinander entfernt wohnen könnten (gute 700km Luftlinie).

Auf dem Rückweg haben wir noch für eine Nacht einen kurzen Abstecher nach Majuli Island gemacht. Die angeblich größte Flussinsel der Welt ist eins der kulturellen Zentren von Assam. Beeindruckend war vor allem die anderthalbstündige Fahrt mit der Fähre durch die Fluten des Brahmaputra, der zu dieser Jahreszeit viele Sandbänke und Inseln hat.

Debajeet und Polash haben uns mit dem Auto von Sivasagar zum Fähranleger nahe der Stadt Jorhat gefahren – und haben sich kurzerhand entschlossen, mit auf die Insel zu kommen, was Verena, Julia, Kishur und mich sehr gefreut hat – selbstverständlich nicht nur, weil wir so den Luxus des Autos hatten!
Majuli ist vor allem bekannt für seine Satras (sprich ‘hotra’). Das sind Klöster der assamesischen Vishnu-Kultur, die seit dem 15. Jahrhundert nicht nur religiöse, sondern auch kulturelle und soziale Zentren darstellen und berühmt sind für die Art des Tanzes, der hier gelehrt wird – bei einer sehr inspirierenden Probe durften wir zusehen. Bevor es mit der Fähre nach und dem Nachtzug aus Jorhat zurück nach Guwahati ging, haben wir noch ein Dorf der Mishing-Community besucht, wo Debajeet Bekannte hat, bei denen wir selbstgebrautes Reisbier probieren durften. Die Häuser in dem Dorf waren weitestgehend aus Bambus gebaut und stehen auf Stelzen, für den Fall von Überflutungen.

Nun habe ich doch recht viel geschrieben und bin selbst schon gespannt auf den nächsten Artikel. Zum Abschluss wie gewohnt ein paar Fotos. Mit meinem CEE-Kollegen Faruque teile ich ein gewisses Interesse am Fotografieren, wobei er deutlich mehr Erfahrung hat. Jedenfalls haben wir beide in der letzten Woche eine neue Fotosoftware ausprobiert – ein paar Ergebnisse könnt ihr jetzt begutachten. Ansonsten vielen Dank an Faruque für zwei Bilder vom Schulbesuch, die er mir zu Verfügung gestellt hat!

zu den Fotos am Ende des Artikels



This city has nearly one million inhabitants – but it doesn’t seem that big to me. However, I have to admit that although I find my way around in the area between my living place and downtown around Pan Bazar and Fancy Bazar, I don’t have too much of orientation in other parts of the city.

I’m living in a calm little dead end street in a residential area of Chenikuthi (who like to see the place in detail can have a look at Google Maps: Click here). The CEE North East office is located in the first floor and the CEE NE head SimantaKalita and his family are living here as well. I have a room in second floor with a meeting room next-door. For cooking, I use the office kitchen, which is otherwise only used for tea and lunch by the staff members. I’m feeling well here: My room having three windows is very light and from the balcony outside the door I have a nice view up to the temple on top of the green Navagraha Hills. I soon got used to having running water on the tap only few times a day – there are big buckets ready for preserving water for the rest of the day. And now even the Wi-Fi became quite stable, except from regular mostly short, sometimes a bit longer power black outs.

Everything for my everyday necessities, I can get in small shops and market stalls just around the corner, on the way to Silpukhuri Bus Stop which is just five minutes by foot at the next bigger street, where you can catch a bus to go downtown. I’ve learned the most local names of vegetables and fruits and have an idea of reasonable prices. But still I’m feeling slightly awkward, being able to order something in Assamese but not to understand the answer.

I work together with about 15 other staff members in CEE’s regional office for North-East India, but every day most of my colleagues are in the field, i.e. mainly for school visits in the region. One of my tasks is to edit articles for a regular e-mail newsletter of the National Green Corps (NGC) programme. NGC is an initiative of the Indian Ministry of Environment, Forest and Climate Change (MoEFCC) to establish eco clubs at schools where students voluntarily work towards environment and nature conservation. CEE is a ‘Resource Agency’ for NGC activities in 15 states and 2 union territories, so that reports on eco club activities from whole North India end up at my desk. For this newsletter and another one, I also designed new layouts. Apart from that, I’m still trying to get an overview of which projects are currently ongoing, how they are put into practice, who’s responsible for which part and where I can get involved.

The biggest project is DHaAL (Daily Handwashing for an Ailment-free Life), which seeks to create a disease-free environment for students by sensitization for WASH (Water, Sanitation & Hygiene) issues and creating needed facilities. Key part is installing a Group Handwashing Station (GHS) for proper handwashing with soap after going using the toilet and before having mid-day meal which is provided by the school. This is of high priority as food is normally taken with fingers without cutlery.

Two weeks ago, I had the chance to get to know this project a bit better and to visit DHaAL project schools for the first time. A team with members from UNICEF Bihar, CEE North and CEE Vaishali (Bihar) who also work an WASH projects in schools was visiting Guwahati for a two-day training, during which CEE NE gave an extensive presentation of the DHaAL project: Besides from visiting two schools, presentations and group discussions on planning, execution, documentation, analysis and evaluation of the DHaAL project as well as on strategies for participation of all stakeholders (teachers, parents, Stundents’ Council etc.) and for conflict management took place. Even though the seminar was held mostly in Hindi, I learned a lot since I was involved in preparing some of the presentations or as test listener (then in English of course). So I was now able to get some tasks for the DHaAL project last week – basically writing a report on the training programme and a description of the project for the CEE website.

All in all, for the last two weeks I’ve been feeling more and more integrated into the CEE team – not only regarding the new tasks but also on a personal basis. One reason might be, that I now know the characters of the Assamese language good enough to start learning vocabulary, so that every day I go and ask another colleague how you pronounce this or that, what’s difference between “kali” and “khali” (that my ears are just not able to understand), or when you use “kot” and when “jot” which both means “where”. Assamese is everyday language all around here and also in office it’s definitely spoken more often than English– I nearly never hear Hindi here. I learn the language on my own in the described way of asking people and with the help of three books that I inherited from the previous volunteers and that I now skim by reading through the chapters in my own order.
Apart from that, I started to teach my colleague Rajashri basics in HTML language for web designing last week. By the way, she has just moved in into the girls’ hostel across the road. To celebrate the new neighbourhood, we cooked a dinner in the office kitchen together with Mitali who is working at CEE as well and lives one floor above me. Well, to be honest, the girls forced me to let them cook for me, but I accepted that only with the condition of at least being ableto watch them cook – I’m always looking for new recipes and at best, learn something about local cuisine.

This week, I’m on holidays inBarpeta with my colleagues Mitali and Kuldeep, who have invited me to spend Diwali in their hometown located some 100km to the west across the Brahmaputra.

Back to my first visit in the project schools: In both schools we visited, parents and the village community are involved in the DHaAL project and help maintaining sanitation facilities, school kitchen etc. We got to know members of the Mothers’ Group and the School Management Committee of both schools as well as village leaders who are key stakeholders for implementing the hygiene practices that the children learn in school also in the villages.
The village community welcomed us in their respective traditional ways. At Parakuchi Senior Basic School, everyone of our visiting team was offered a ‘gamosa’. This white towel-like woven cloth with red border has a high traditional value in Assam. Apart from other usages like headgear for some dances, it is presented to guests of honour.
In this school we could observe, how Students’ Council members conducted a hygiene drill during the morning assembly – checking their school-mates’ for clean clothes, cut nails and brushed teeth.

Driving to Jimputa Lower Primary School afterwards, we were welcomed by the community at the village entry. They celebrated a procession with music and‘Bogejari’ dance to the school campus. There, we then received ‘kangbangs’ which are similar in meaning to gamosas. The community afterwards showed some dances. We didn’t expect our delegation to be welcomed in this ceremonial way – of course, it’s not usual for normal working days in the field. However, unbeaten highlight was handwashing at a DHaAL GHS – which was the original purpose for this school visit. The school children proudly presented how to wash hands properly with soap and the visitors in turn took a lot of pictures.
As somebody finally got the idea to take a group photograph, we ended up in a big photo session. About two hours behind our initial schedule we left the village for a late lunch at a picnic spot on the bank of the nearby Chandubi Lake.

Outside my working hours, I also do and see a lot and met many nice people:

First, I’d like to mention my sports group. Here in Assam, one can find a quite active Parkour community, which is also practicing in Guwahati. As I know it from Germany, we meet more or less spontaneously in a diverse group of practitioners (age about 16 to 26) at a suitable spot. Only the time is merely unusual for me: We start at 6 o’clock in the morning. At that time, the weather is best for sports, since it’s still a bit cool and the sun is low in the sky. Many people gather in the green spaces of the city to do any kind of morning exercises alone or in small or bigger groups – mostly jogging, strength and fitness exercises, yoga and meditation – and so do we for Parkour.
I’m getting along with the climate quite well in general, but during sports especially the humidity is giving me some trouble and soon, I’m completely sweaty. My clammy hands then don’t find a hold on the slippy tiled walls. This is an obstacle that I haven’t faced in that way so far, but I take it as a challenge. Everyone who’s interested in the activities of the Parkour community in Assam can have a look at the YouTube channel of Assam Parkour. On the website of my hometown’s group Parkour Kiel, you can also find some footage snippets of mine giving you a slight impression of my training here.

Some weeks ago, I kind of accidently met Kishur, an electrical engineer living in the neighbourhood. From that day on, we have met nearly daily for a cup of tea – which is not called ‘Chai’ as people might expect from India but ‘Cha’ in Assamese – and some pieces of Jilebi – a deep-fired and in sugar syrup soaked  sweet. We made friends and by now, we have spent a lot of time together. We are often cooking together and I learned, how to use the local vegetables, and in turn, I showed him ‘real German’ potato salad. We also, for example, visited Peacock Island, a small river island of the Brahmaputra in Guwahati – a really beautiful place to sit in a shady place on a rock with water washing around it and enjoy the view on the mighty stream and the absence of city noises.

I also already have been on travel with Kishur: For Durga Puja holidays, we went together to Sivasaga. The town is located in Upper Assam, from here about 500km to the east – 12 hours ride by night train, which is the slower connection. The four hours faster train has already been booked up due to the holidays. Sivasagar (formerly known as Sibsagar) has been the capital of Assam and the place of its kings. Therefore, there are still a lot of old buildings and ruins from the 17th and 18th century to visit. This includes three temples standing alongside each other in the city centre – among them one of the largest Shiva temples in India –, two palaces (Ahom Raja’s Palace and KarengGhar), a number of royal and noble burial mounds (called ‘Maidam’) and a pavilion, from which the noble was watching games and fights, as well as two large man-made ponds. Udoy, Kishur’s room-mate, is from Sivasagar and showed us around together with his friends. He also organized a hotel for the first night and for the next nights, we were accommodated by his friend Debajeet. Two German girls, Verena and Julia, joined us for the trip. Like me, they are doing a voluntary service with the German government’s ‘weltwärts’ programme. They work at a Don Bosco school in Udalguri District, about 2 – 3 hours by bus or train (circa 80km) from Guwahati. So we have been exploring Sivasagar in a mixed group of about eight people und had a lot to laugh and talk. Verena and Julia are from the town Kempten in the very south of Germany. As I am from the very north, every time someone asked about our home towns, we stated that they can‘t be more far apart (distance is around 700km as the crow flies).

On the way back, we made an excursion to Majuli Island for one night. It is believed to be the largest river island on the world and it definitively is one of the cultural centres of Assam. During the ferry ride of one hour and a half, we had a very impressive view over the Brahmaputra, which has a lot of islands and sandbanks during this season, and a beautiful sunset over the water.

Debajeet and Polash drove us from Sivasagar to the ferry next to the town of Jorhat by car – and there and then, they decided to come with us to the island. Verena, Julia, Kishur and I were very happy about their company – of course, not only because in that way we had the luxury of the car!
Majuli is known for its Satras. These are monasteries of the Assamese Vaishnava Culture. Since 15th century, they are not only religious but also cultural and social centres which are famous for the type of dance taught there – we were allowed to watch one inspiring rehearsal. Before we went back with the ferry to Jorhat and from there by night train to Guwahati, we visited a village of the Mishing community, where Debajeet knew some people. At their house, we could try some homemade rice beer. The houses in that village were mostly built of bamboo and constructed on stilts to prevent flood damage.

Now I wrote quite a lot about my recent experiences and I’m already excited about the next article. As usual, some pictures at the end. I share some interest in photography with my CEE colleague Faruque, whereas he has a lot more experience concerning that. However, last week we both tried a new photo software – some results you can see below. Thanks to Faruque for two pictures of the school visit!


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One thought on “Guwahati, Sivasagar & Majuli

  1. Mischa says:

    Arrrrgh!!!! Ich bin seit 3 Wochen krank und habe nicht trainiert – und was sehe ich da plötzlich bei dir?! Eine Doppelkatze!! Na geil :-/ Ich hab sie zuerst geübt!!! Manno! Pfft! Kannst ja einfach in Indien bleiben, wenn du da solche tollen Sachen lernst und hier nicht! Da lese deinen Bericht, schaue mir die Bilder an, mein Herz schmilzt dahin und dann das letzte Bild.. Bumm!!!! Hat alles zerstört. Ehrlich man.

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